© 2020 Sabrina Frey für die  Ausseer Barocktage

DIE MUSIKER
2020

Für das Festival 2020 konnten erneut hochkarätige Musiker engagiert werden, die in führenden Barockorchestern und Kammermusikgruppen Europas tätig und weltweit in den grossen Konzertsälen zuhause sind. Neben den Komponisten der Barockmusik wird dieses Jahr auch traditionelle Taraab Musik aus Sansibar erklingen. Wir freuen uns, dass die Künstler ihre Musik in der Stadtpfarrkirche St. Paul, in der Spitalkirche Bad Aussee und in der Grundlsee Pfarrkirche mit dem Publikum teilen.

7. & 8. August 

 

 

Sabrina Frey
Künstlerische Leitung & Blockflöte

Sabrina Frey prägt den  Charakter der Blockflöte und der Barockmusik unserer Zeit. 2016 gründete sie zusammen mit Dr. Verena Frey das Festival "Ausseer Barocktage". Als Musikerin wurde sie mit Preisen internationaler Wettbewerbe ausgezeichnet. Einladungen zu Konzerten und Festivals führten Sabrina Frey und ihre Blockflöten quer durch Europa bis nach Russland und Japan. Das von ihr gegründete Ensemble Accademia dell Arcadia Turicum feiert internationale Erfolge. Konzertmitschnitte wurden auf Fernsehen und Radio übertragen. CD Einspielungen erschienen bei TyxArt, Novalis, Berlin Classics, harmonia mundi france, Sony BMG und hänssler classics. Als Pädagogin ist die Musikerin Professorin auf internationalen Meisterkursen, Jury auf Wettbewerben, Dozentin der Kalaidos Musikhochschule Zürich und Betreuungsperson der Zürcher Hochschule der Künste. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und Grundlsee und ergänzt ihre Tätigkeit als ausgebildeter systemischer Coach. www.sabrinafrey.com

 

Albin Paulus
Maultrommelvirtuose & Allerlei

Machte sich international einen Namen als Maultrommelvirtuose, u.a. mit der Ersteinspielung sämtlicher Maultrommelkonzerte J. G. Albrechtsbergers (ORF CD - Reihe Unica), als Dudelsackspieler, als innovativer Jodler/ Stimmakrobat und Archäomusiker. Seine rege Konzert- und Lehrtätigkeit führt ihn durch ganz Europa sowie nach Asien, Nordafrika und Übersee. 2011 erwarb er die internationale Auszeichnung “Weltvirtuose der Maultrommel“. Zahlreiche internationale Preise erhielt er zudem mit der Gruppe „Hotel Palindrone“. Neben seinen Bühnenauftritten als Einzelkünstler gründete er Projekte für frühe Musik und Musikarchäologie und spielt mit zahlreichen Ensembles. Er leitet eine Klasse für Weltmusik in Wien, hält Universitätsvorlesungen und komponiert für seine Projekte. www.albinpaulus.com

7. August - 9. August

 

 

Fiorenza de Donatis
Barockvioline



Fiorenza de Donatis musiziert als eine der besten Barockgeigerinnen unserer Zeit auf einer Violine von 1739 der berühmten Testore-Werkstätte Milano. Als Schweizer Konzertmeisterin von I Barocchisti unter Diego Fasolis pflegt sie eine internationale Konzerttätigkeit mit renommierten Künstlern.  Konzerte mit Amsterdam Baroque Orchestra, Europa Galante, Basler Kammerorchester und andere ergänzen ihre künstlerische Tätigkeit. Sie ist Gewinnerin des Musica Antiqua Bruges Wettbewerbes 2006 und hat Aufnahmen für Arts, Astrée, Chandos, Virgin Classics, Decca und Stradivarius eingespielt. Als Gründungsmitglied des AleaEnsembles widmet sie sich daneben der Erforschung des klassischen Streichquartett-Repertoires. Die Geigerin lebt mit ihrer Familie in Minusio im Schweizer Ticino.

www.fiorenzadedonatis.com

7. & 8. August

 

 

Marco Frezzato
Violoncello



Marco Frezzato war über 10 Jahre Erster Cellist der von Ottavio Dantone geleiteten Accademia Bizantina. Daneben hat er mit zahlreichen anderen Ensembles und Künstlerpersönlichkeiten wie Il Giardino Armonico, Le Concert d’Astrée, Ensemble Accordone, Ensemble Claudiana, Giovanni Antonini, Christophe Coin, Vittorio Ghielmi, Emmanuelle Haïm, Emma Kirkby, Bernarda Fink, Roberta Invernizzi, Enrico Onofri, Sonia Prina, Sandrine Piau und Andreas Scholl musiziert.

Der Cellist hat an vielen Aufnahmen mitgewirkt, die auf renommierten Labels wie Decca, EMI, Virgin Classics, L’Oiseau-Lyre, Harmonia Mundi, Naïve, Carus, Stradivarius und Amadeus veröffentlicht wurden. Daneben liegen Rundfunkmitschnitte bei Arte, Mezzo, Radio France, Rai RadioTre, der BBC sowie beim NDR, WDR und SWR vor. Gründungsmitglied des AleaEnsembles

7. & 8. August
Accademia dell'Arcadia Turicum

 

Das Barock-Ensemble Accademia dell’Arcadia Turicum wurde von Sabrina Frey gegründet und besteht aus hervorragenden Musikern, die sich auf historische Aufführungspraxis spezialisiert haben. Ziel ist es, lebendige Interpretationen auf Originalinstrumenten zum Klingen zu bringen. 

Die Mitglieder sind neben ihrer Tätigkeit in renommierten Barockorchestern wie Il Giardino Armonico, I Barrochisti,  Accademia Bizantina, Europa Galante und Amsterdam Baroque Orchestra auch als internationale Solisten gefragt und arbeiten mit den besten Dirigenten unserer Zeit zusammen. Die Kombination der Musiker mit der Besetzungsgrösse einer kleinen Hofkapelle ermöglicht die Aufführung herausragender Kammermusik. Eine variantenreiche Programmgestaltung mit verschiedenen Besetzungen lassen die Konzerte zu einem einzigartigen, elektrisierenden Erlebnis werden. Gemeinsame CDs des Ensembles erschienen bei Berlin Classics und TYXart. Auftritte des Ensembles in der Schweiz, Österreich, Italien und Deutschland ernten beim Publikum grossen Beifall und werden von der Presse hoch gelobt.



Der anerkannte Barocktrompeten – Virtuose Jonathan Pia arbeitet  mit den bekanntesten barocken, zeitgenössischen und klassischen Orchestern zusammen und ist weltweit als Kammermusiker und Solist zu hören. Er hat zahlreiche Einspielungen mit wichtigen Plattenfirmen aufgenommen. Im Jahr 2002 gewann er den Internationalen Wettbewerb von Chieri. Der vielseitige Musiker ist sowohl in der barocken als auch in der zeitgenössischen Musik zu Hause. Neben seiner Tätigkeit als Trompeter schloss er das Studium der Musikwissenschaften an der Universität von Pavia ab. Als Musikwissenschaftler arbeitet er mit zahlreichen führenden Musikverlagen zusammen. Am Mailänder Konservatorium G. Verdi hält er eine Dozentur für Barock- und Renaissancetrompete.

Jonathan Pia
Barocktrompete
7. August 

 

 

AleaEnsemble

 

Das AleaEnsemble wurde 2002 mit dem Wunsch gegründet, auf historischen Instrumenten grossartige barocke und frühklassische Kammermusik für Streicher aufzuführen und gleichzeitig die Kompositionen weniger bekannter Komponisten wieder zu entdecken und aufzuwerten.

Die vier Musiker arbeiten regelmässig mit renommierten Barock Spezialisten wie Fabio Biondi, Christophe Coin, Rinaldo Alessandrini, Ottavio Dantone, Thomas Hengelbrock, Philippe Herreweghe zusammen und sind Stimmführer der wichtigsten internationalen Ensembles für Alte Musik wie z.B. Accademia Bizantina, Amsterdam Baroque Orchestra, I Barocchisti, Le Concert d’Astrèe, Concerto Köln, Europa Galante, Les Talents Lyriques, Tafelmusik. Durch detailliertes Quellenstudium sowie die Zusammenarbeit mit Musikwissenschaftlern und Geigenbauern entdecken die Musiker neue wichtige Hinweise für die Interpretation des Repertoires. Die bei Stradivarius erschienene Aufnahme der Quartette Op.2 von Boccherini erregte sofort die Aufmerksamkeit der internationalen Kritik und wurde mit Preisen wie "Diapason d'Or" und "Choc de Le Monde de la Musique" ausgezeichnet. Weiterhin war das AleaEnsemble Protagonist eines wichtigen Dokumentarfilms über die Erfindung des Streichquartetts, verbunden mit den Figuren von F.J. Haydn und L. Boccherini. www.aleaensemble.it

7. August

 

 

Vanni Moretto
Violone



Chefdirigent des Orchesters Atalanta Fugiens, außerdem Komponist und Kontrabass-/Violonist und Redaktionsleiter der von Casa Ricordi herausgegebenen Reihe "Archivio della Sinfonia Milanese". Er dirigiert regelmäßig Milano Classica, Pomeriggi Musicali , La Venexiana und das Orquesta Barroca de Sevilla. Als Violonist hat Moretto in den großen Konzertsälen aller Kontinente konzertiert, darunter die New Yorker Carnegie Hall, die Suntori Hall in Tokio, das Opernhaus in Sydney, die Berliner Philharmonie, das Mailänder Teatro alla Scala, die Pariser Opéra, Buenos Aires Colòn und Rom Santa Cecilia, und er hat für Teldec, Decca, Amadeus und andere Aufnahmen gemacht. Meisterkurse an den grossen Ausbildungsstätten vervollständigen sein Können

www.vannimoretto.jimdo.com

 

7. August

 

 

​Philippe Grisvard
Cembalo

Philippe Grisvard erlernte zunächst Klavier und Oboe. Im Alter von siebzehn Jahren begann er sich verstärkt für Alte Musik zu interessieren, was ihn veranlasste, sein Studium in der Cembalo-Klasse von Anne-Catherine Bucher fortzusetzen. Später studierte er Cembalo und Basso continuo an der Schola Cantorum Basiliensis bei Jesper Christensen und Klavier bei Edoardo Torbianelli. Zudem nahm er an Kammermusikkursen mit Christophe Coin, Chiara Banchini und Paolo Pandolfo teil. Für einige Jahre spielte er im Ensemble La Cetra, wo er weitere Erfahrungen mit Dirigenten wie Konrad Junghänel, René Jacobs und Jordi Savall sammeln konnte. Philippe Grisvard lebt gegenwärtig in der Nähe von Paris und spielt außer bei Harmonie Universelle regelmäßig auch mit Vincent Dumestres Le Poème Harmonique.

7. & 8. August

 

 

Stefano Marcocchi
Barockviola

Stefano Marcocchi spielte unter der Leitung Claudio Abbado im Mahler Chamber Orchestra,  der ihn auch zum Orchestra Mozart und zum gefeierten Lucerne Festival Orchestra einlud.

Er ist Gründungsmitglied von AleaEnsemble. Von 2014 bis 2017 war er Co-Leiter des Tafelmusik Baroque Orchestra, Kanadas international gefeiertem Ensemble für historische Instrumente, und seit 2001 ist er Solobratschist von Europa Galante. Er spielte in Europa, Amerika, Asien und Australien und nahm an 20 preisgekrönten Aufnahmen teil, darunter Telemanns Violakonzert als Solist. Stefano ist Solobratschist von Les Talens Lyriques und Zefiro und tritt regelmäßig mit Barockorchestern auf, darunter Accademia Bizantina, I Barocchisti und Il Pomo d'Oro.

Er war Gastprofessor für Barockviola an der Universität Toronto und ist derzeit Dozent  am Conservatorio "E. F. Dall'Abaco" in Verona.

9. August

 

 

Aniela Frey
Querflöte

Aniela Frey ist Soloflötistin des königlichen Opern-hauses Teatro Real in Madrid sowie des Orquesta Sinfónica de Madrid und hält eine Professur an der Musikhochschule in Madrid. Kontinuierlich tritt sie als Solistin sowie in der Kammermusikreihe des Teatro Real auf. Sie wurde zu internationalen Festivals eingeladen (Salzburger Festspiele, Lucerne Festival, Edinburgh Festival, etc.), wo sie bei zahlreichen CD und DVD Aufnahmen namhafter Labels mitwirkte. 2006 gewann sie den renommierten „Prix Credit Suisse de Jeunes Solistes“ und debütierte mit einem Solorezital am Lucerne Festival. Aniela Frey war Mitglied des Lucerne Festival Orchestra unter Claudio Abbado und spielte seither unter der Leitung renommierter Dirigenten wie Valery Gergiev, Christoph von Dohnányi, Semyon Bychkov, Franz Welser-Möst, Thomas Hengelbrock, Marc Minkowski.Nach Abschluss eines Postgraduate Musik- und Eventmanagement Studiums mit humanitärem Schwerpunkt in London verbindet Aniela Frey eine enge Zusammenarbeit mit Afrika und lässt sie wiederholt zu wohltätigen Projekten nach Tansania reisen, wo ihr musikalischer Austausch mit Matona begann. www.anielafrey.com

7. & 8. August

 

 

Andrea Rognoni
Barockvioline

Andrea Rognoni spielt regelmäßig als Solist und Kammermusiker mit Gruppen für alte Musik wie Europa Galante, Accademia Bizantina, I Barocchisti, Zefiro, Atalanta Fugiens, Larcadia zusammen und arbeitet mit Künstlern wie Cecilia Bartoli, Stefano Montanari, Gabriele Cassone, Andreas Scholl.

Er ist einer der Gründer des AleaEnsemble und hat mehr als 40 Aufnahmen für diverse CD Labels, Radio und Fernsehen eingespielt.

Als Solist trat er am Teatro Real in Madrid, der Carnegie Hall in New York, dem Barbican Center in London, den Champs-Élysées in Paris, der Walt Disney Hall in Los Angeles, der Tonhalle in Zürich, dem Konzerthaus in Wien, dem Auditorio Nacional de Música in Madrid, dem Tokyo Opera House, dem Sydney Opera House und vielen anderen auf.

Andrea Rognoni spielt ein italienisches Original-Instrument der toskanischen Schule von 1700.

9. August

 

 

Matona
Oud/Taraab

Mohamed Issa Haji (Matona), in Sansibar geboren, ist der bedeutendste und legendärste lebende Musiker und Komponist der Insel. Matona ist Gründungsmitglied der Dhow Countries Music Academy in Sansibar, wo er als künstlerischer Leiter und Dozent neue Projekte ins Leben ruft und unterrichtet: Traditioneller Talab (östliche und arabische Musik), Einführung westlicher Musikgenres wie Jazz und klassische Musik sowie die Verschmelzung von Taarab und arabischen Genres mit westlicher klassischer Musik von Barock bis Klassik. 2017 gründete er sein eigenes Kulturzentrum in Dar es Salaam. 

Als Musiker hat Matona ausgiebig Afrika, Europa, Skandinavien, die Türkei, Ägypten und Großbritannien bereist und dort Workshops über traditionelle arabische Musik - Taarab - und die in diesem Genre verwendeten Instrumente gehalten. Verschiedene einzigartige Auftritte wurden für ihn in Europa kreiert. Matona wurde im September 2017 mit dem renommierten „Mohamed Ibrahim Award" für seinen herausragenden Beitrag zur Kultur und Musik Sansibars ausgezeichnet.